Türchen 9: Mäh, ich bin ein Schaf

Der Fräulein Frisch Adventskalender

Ich könnte heute über die nackten Models aus dem neuen Pirelli-Kalender schreiben oder über die Pre-Kollektion von Karl Lagerfeld oder über die wahnsinnig unfreundlichen Menschen eines Berliner Hipster-Restaurants.
Will ich aber nicht.

Ich möchte heute den süßesten Weihnachtsgruß und die gelungenste Werbung für einen der ältesten Herrenausstatter aus New York City an Euch weitergeben. Wäre ich in New York, mein Papa würde von denen eine Krawatte bekommen.
Mäh, heute bin ich ein Schaf:

Türchen 8: Happy New Year!

Der Fräulein Frisch Adventskalender

Häh, für ein Prosit Neujahr ist es doch noch viel zu früh? Nicht für diesen Film.
Heute ist Donnerstag und das bedeutet Kinotag. Mit am Start der neue Episodenfilm aus dem Hause Warner: Happy New Year
In der Romantik-Komödie von Regisseur Garry Marshall (der Mann, der für den Kinoerfolg „Pretty Woman“ verantwortlich ist) geht es um Liebe, Hoffnungen, Wünsche und Enttäuschungen.

18 Menschen, gespielt von 18 großen Namen, stehen im Mittelpunkt der Geschichte und jeder von ihnen erlebt Silvester und den Countdown bis zum neuen Jahr anders. Die Kulisse bildet New York City. Allen voran der Times Square, der eigentlich von waschechten New Yorkern an Silvester lieber gemieden wird.

© 2011 Warner Bros Ent All Rights Reserved

Bei diesem Film treten sich die Stars förmlich auf die Füße:
Von Michelle Pfeiffer über Halle Berry bis hin zu Sarah Jessica Parker, von Robert de Niro über Ludacris bis zu Jon Bon Jovi.

Mir ist besonders ein ungleiches Paar im Gedächtnis gelieben: Fahrradkurier Paul (gespielt von Zac Efron – den Knaben kennen wir eher aus Teenagerfilmen) und die schrullige Ingrid (gespielt von the-one-and-only Michelle Pfeiffer). Die unglückliche Ingrid möchte noch vor Mitternacht die Vorsätze des alten Jahres wahrwerden lassen, von denen sie nicht einen einzigen bisher verwirklicht hat. Sie krempelt an Silvester ihr einsames Leben um und der selbstbewusste Paul soll ihr dabei helfen. Sein Lohn: Eintrittskarten zur coolsten Party von New York, auf der die heißesten Girls abzappeln. Pauls Einfallsreichtum berührt und Michelle Pfeiffer spielt die melancholische und labile Ingrid mit solcher Hingabe, dass man sich am Ende des Films wünscht, mehr von diesem Paar gesehen zu haben.

Trotzdem reicht Happy New Year nicht ansatzweise an DEN Weihnachtsepisodenfilm Tatsächlich…Liebe heran. Die Amerikaner setzen auf zu viel Kitsch und können den trockenen britischen Humor nicht toppen. Happy New Year ist unaufgeregtes Popcornkino und somit genau das Richtige an den kalten Schneeregentagen. Und um die Vorsätze für 2012 kümmern wir uns dann in 3 Wochen.

Fräulein Frischs Lieblings-Weihnachtsfilme:
Der kleine Lord“ und „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ und „Ist das Leben nicht schön?“ und „Die Muppets Weihnachtsgeschichte“ und… Ich bin weg. Ich muss Weihnachtsfilme gucken.

Türchen 7: Green is the new Black

Der Fräulein Frisch Adventskalender

Eine gute Nachricht an alle Hipster da draußen: Es ist sowas von superschick, umweltbewusst zu sein.

Jüngst wurde Topmodel Gisele Bündchen für ihren aktiven Umweltschutz mit dem International Green Award ausgezeichnet. Gisele setzt sich für die Wiederaufforstung des Regenwaldes ein und ist seit drei Jahren Umweltbotschafterin der UN. Auf ihrem Blog „Gisele and the Green Team“ informiert sie Kinder und Jugendliche und fordert diese spielerisch zu mehr Umweltbewusstsein auf.

© Ipanema

Sehr löblich, die Brasilianerin ist für die Verleihung in London nicht extra mit dem Flugzeug angereist, sondern bedankte sich artig via Video-Botschaft.
Der grüne Daumen geht hoch!

Grün zu handeln ist schon lange nicht mehr mit dem ungepflegten Öko-Image verknüpft und findet unter Designliebhabern immer mehr Anhänger. Auch zu Weihnachten kann man stilvoll und umweltbewusst verschenken: Mit Naturprodukten wie Tanne, Bast, Holz und Filz lassen sich wunderbare Verpackungen gestalten, die nicht teuer aber recyclebar sind. Gerade in der Vorweihnachtszeit, in der wir auf Hochtouren konsumieren, wird das Umweltbewusstsein durch Glanz und Glitter getrübt. Be hip, be green.

Türchen 6: perfekt unperfekt

Der Fräulein Frisch Adventskalender

Nach der Zimtsterneschlacht von gestern, gibt es bei mir zum Nikolaus für die braven und bösen Kinder etwas Kalorienarmes. Etwas für Herz und Ohren.

Eine Indiepop-Künstlerin, die für mich die Newcomerin des Jahres ist: Sängerin Dillon.

Das Debütalbum „This Silence Kills“ berührt durch Dillons unperfekte Authentizität. Ihre Musik passt umso perfekter in die Jahreszeit. Im grauen, kalten Winter dringen ihre facettenreiche Stimme und ihre Texte weit in die Glieder vor. Ein Sound zum Träumen, da er jedes Mal einen neuen Stil vorgibt.

Übrigens tritt die 23jährige Brasilianerin heute in der Prinzenbar in Hamburg auf. Ihr Konzert ist restlos ausverkauft sowie ihre Gigs in Berlin und Köln. Wer noch eine der begehrten Karten ergattert hat, der darf sich auf ein unvergessliches Klangerlebnis freuen. Allen anderen empfehle ich das Album. Das passt in jeden Stiefel – ob als CD oder iTunes-Download.

© BPitch Control

Türchen 5: Aus der Zuckerbäckerei

Der Fräulein Frisch Adventskalender

Es ist vollbracht. Die Zimtsterne sind fertig:

Ich mische immer alles nach Gefühl zusammen. Für die, die Lust auf Zimtsterne haben, konnte ich ein ähnliches Rezept finden und die Mengenangaben übernehmen.

Zimtsterne à la Fräulein Frisch
Zutaten:
Eiweiß von drei Eiern, 350g Puderzucker, 375g gemahlene Mandeln, 1 TL Zimt, 1 Päckchen Vanillezucker, eine Messerspitze gemahlene Kaffeebohnen, ein bisschen flüssige Butter

Und so geht’s:
Eiweiß steif schlagen, langsam den fein gesiebten Puderzucker unterrühren. Eine kleine Menge abschöpfen und später als Glasur verwenden. Danach Vanillezucker, Mandeln, Zimt, Kaffeepulver und Butter unterrühren. Den Teig gut zwei Stunden kalt stellen.
Anschließend den Teig gleichmäßig mit dem Nudelholz ausrollen. Sterne ausstechen. Mit Glasur bestreichen und ab in den vorgeheizten Ofen. Bei 125 Grad 15 Minuten und danach bei 100 Grad 10-12 Minuten backen. Auf dem Gitter erkalten lassen. Fertig.

Viel Spaß in Eurer Zuckerbäckerei und beim Naschen!

P.S. Und beim Teignaschen nicht übertreiben. Ich lerne es nie und habe wieder Bauchweh. Alles mit Zimtflöckchen ist vor mir nicht sicher.

Türchen 4: Mitsingen!

Der Fräulein Frisch Adventskalender

Am 2. Advent ist die Weihnachtsstimmung bei mir angekommen. Vielen Dank für Eure Tipps!
Heute werden noch die Zimtsterne vom Himmel geholt. Meine Lady of Soul Miss Ann Sexton sorgt für den Groove. Regler hoch, mitsingen und durch die Wohnung tanzen:

Türchen 3: Obsessionen

Der Fräulein Frisch Adventskalender:

Hier eine kleine Facebook-Grafik, inklusive Angeber-Wissen auf einem Blick:

onlineschools.org

onlineschools.org

Nun wissen wir, dass über ein Sylvester-Wochenende gerne 750 Millionen neue Fotos hochgeladen werden. Yeah, die Welt beim Feiern online!

Facebook – eine Obsession, die oft sehr unattraktiv ist:
48% Prozent der 18-34jährigen Facebook-Nutzer checken gleich nach dem Aufwachen ihre Seite…

Wer sich angesprochen fühlt (logisch, keiner), der sollte sich, statt morgens durch virtuelle Welten zu wandeln, lieber noch eine Runde an den Partner oder in die Decken kuscheln.
Das ist viel schöner, macht glücklich und keiner Deiner 4.873 Online-Freunde kann Dir dabei zuschauen.
In diesem Sinne:
Happy Snuggle-Day!

Türchen 2: Fräulein Frischs Gespür für Schnee

Der Fräulein Frisch Adventskalender

Mit meinem größten Weihnachtsfeind von Angesicht zu Angesicht.. REGEN!

Ein Blick auf die Wetter-App genügt. Es wird die ganze Woche regnen. Jedenfalls hier oben bei uns im Norden. Bei gefühlten 10 Grad und Dauerregen sinkt die Weihnachtslaune gegen Null. Glögg und Schmalzkuchen schmecken eben viel besser, wenn es knackekalt ist.

Und auch mein Gespür für Schnee sagt deutlich: Das wird in der nächsten Zeit nichts. (Ich kann tatsächlich Schnee riechen. WIRKLICH!)
Nicht nur meine Nase gibt mir Recht: Laut Wetterprognosen liegt die Weiße Weihnacht-Wahrscheinlichkeit aktuell bei 10% für den Norden. Ich mochte Wahrscheinlichkeits- rechnungen noch nie, aber eins weiß ich: 10% sind nicht viel!

Selbst in den Skigebieten wird zur Zeit der Kunstschnee auf die Pisten geballert, damit ein WinterWonderLand-Feeling aufkommt.

Was nun? Weihnachten ohne Glitzerschneekristalle und das Knirschen unter den Schuhen?

Her mit Euren Tipps, wie man bei diesem Wetter in Weihnachtsstimmung kommen soll.

Türchen 1: Advent, Advent

Der Fräulein Frisch Adventskalender
Heute öffnet sich das erste Türchen…

FräuleinFrisch@home

Und es leuchtet uns der traditionelle Adventskranz entgegen.

Die Geschichte dahinter: 1839 wollte der Hamburger Theologe Johann Wichern seinen Waisenkindern das ungeduldige Warten auf Weihnachten erleichtern. Er bastelte aus einem alten Kutschenrad den ersten Adventskranz und hängte diesen im „Rauhen Haus“ auf. Sein Wagenrad trug 19 kleine rote und vier große weiße Kerzen (die kleinen für die Werktage und die großen für die Adventssonntage). Mit diesem Kranz hat der Heimleiter den Kindern Licht und Hoffnung in die Vorweihnachtszeit gebracht.

Der Kranz von Fräulein Frisch hat aus Brandschutz- und Größengründen „nur“ vier dicke Kerzen. (Ist ja auch kein Kutschenrad.) Tannenduft liegt in der Luft und lässt mich an meine Kindheit denken. Advent, Advent, schön, dass Du da bist.

Special thanks: An das Team vom Vierländer Gartenbau, von denen dieser Kranz gebunden wurde. Wer Freundlichkeit, frische Blumen und Hamburger Nordlichter liebt, sollte den Stand auf dem Wochenmarkt am Goldbekufer besuchen.

Eine Welt in Rätseln

2011 – das Kleist-Jahr. Heute vor 200 Jahren erschoss Heinrich von Kleist sich und seine Geliebte Henriette Vogel am Kleinen Wannsee/Berlin.
Kleist war an der Welt erkrankt. Eine Welt, die nicht greifbar für ihn war.

Eine kleine Hommage an einen modernen und kompromisslosen Künstler.

Kleist ent-rückte der Welt nachdem er sich 1801 mit dem Werk „Kritik der reinen Vernunft“ von Immanuel Kant beschäftigte. Die Auseinandersetzung mit der Kantischen Philosophie wurde zu dem zerstörenden Erlebnis seines Lebens und führte zu seiner Bewusstseinskrise, die unter dem Namen Kant-Krise bekannt wurde.
Der Philosoph Kant stellte fest, dass der Verstand die Welt konstruiert. Somit kann der Mensch die Welt niemals sehen, wie sie wirklich ist, weil das menschliche Erkennen an die Bedingungen des Verstandes gebunden und begrenzt ist. Das Erkenntnisproblem stellte den Sinn der menschlichen Existenz in Frage.

Die Welt wurde für Kleist zum Rätsel.
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