Come fly with me!

© 2011 Sony Pictures Television Inc. All Rights Reserved.

© 2011 Sony Pictures Television Inc. All Rights Reserved.

Nach den Mad Men aus der 5th Avenue kommen jetzt die Fly Girls von Pan Am.
Am 25. September startete die TV-Serie „Pan Am“ beim amerikanischen Sender ABC.

In den 60er Jahren war Pan Am der Inbegriff des glamourösen Reisens. Flugreisen bedeuteten Luxus, Abenteuer und Exotic. Pan Am war DAS Flugunternehmen der damaligen Zeit.
Die Piloten wurden wie Superstars verehrt und die Stewardessen waren jung, schön, anmutig und kultiviert.

Die Stewardessen der 60er wurden zu den Feministinnen der Lüfte. Unabhängig und unverheiratet konnten sie die ganze Welt bereisen, ihr eigenes Geld verdienen und büßten dabei nichts von ihrer Begehrlichkeit ein. Damals war der Beruf Stewardess eine riesige Chance für einige wenige, dem tristen und beschränkten Leben einer amerikanischen Hausfrau für eine kurze Zeit zu entkommen.

Heute New York, morgen Paris, London oder Rom – Europa wurde zum Greifen nahe. Mit einer Zigarette in der linken und dem Glas Martini in der rechten Hand, konnte man über den Wolken die Irrungen und Wirrungen des amerikanischen Traums weit unter sich lassen.

Natürlich ist die Serie ein Garant, um in sämtliche Lifestyle-Magazine aufgenommen zu werden. Das Make-up, die Mode, die Frisuren sind optisch ein Juwel und das Setting der 60er Jahre hat bereits der AMC-Serie „Mad Men“ den Lifestyle-Bonus gebracht.
Doch während sich in Mad Men die Ehefrauen über ihre untreuen Ehemänner beklagen, sind die Frauen in „Pan Am“ die Heldinnen der Lüfte.
Da wäre Laura Cameron (Margot Robbie), die Braut, die sich nicht traut. Sie flieht vor der im Elternhaus versammelten Hochzeitsgesellschaft inklusive Bräutigam, um noch mehr von der Welt zu sehen, als nur die bürgerliche, weiße Vorstadt. Ihre Flucht-Verbündete ist ihre Schwester Kate (Kelli Garner), das schwarze Schaf der Familie. Sie arbeitet bereits als Pan Am-Stewardess und führt eine Doppelfunktion als Spionin aus. Maggie Ryan (Christina Ricci) ist die Unangepasste, die einem Fluggast zur Not die Gabel in die Seite rammt, damit dieser begreift, dass sie nicht im Flugpreis inbegriffen ist. Der frischgebackene Kapitän Dean Lowrey (Mike Vogel) sucht unterdessen verzweifelt seine Verlobte Bridget (Annabelle Wallis). Die Pan Am-Stewardess ist spurlos verschwunden…

In „Pan Am“ wird das Jet Set-Flugleben nur inszeniert, denn hinter dem charmanten Lächeln jedes Charakters werden mit Hilfe von Rückblenden die dunklen Seiten des Kalten Krieges deutlich, die die hellblaue Sauber-Fassade zum Bröckeln bringen.

Die politischen Plots verdeutlichen die prekäre Situation, in denen sich die Charaktere befinden. Wer denkt, die Serie will eine massenkompatible, schillernde Romantikkomödie sein, der irrt, denn während in den bequemen Sesseln der Business Class der nächste Drink geordert wird, steht Tausend Fuß tief die Welt davor, sich selbst zu zerstören.
In dem Periodendrama fliegen die Nachwehen der McCarthy-Ära und der Kalte Krieg jedes Mal mit, wenn es heißt: „Herzlich Willkommen an Board. Bitte schnallen Sie sich an. Wir freuen uns, dass Sie mit Pan Am fliegen.“

Die kreativen Köpfe hinter „Pan Am“ sind Produzent und Drehbuchautor Jack Orman („ER,“ „Men of a Certain Age“), Produzent und Regisseur Thomas Schlamme („The West Wing,“ „Parenthood,“ „Mr.Sunshine“) und Executive Producer Nancy Hult Ganis („Akeelah and the Bee“), die übrigens die Idee zur Serie hatte und ehemals als Flugbegleiterin für eben dieses Unternehmens gearbeitet hat.

Die deutschen Rechte an der Sony Pictures TV-Produktion hat sich mittlerweile die ProSiebenSat.1 Media AG gesichert. Ein deutscher Sendetermin ist noch nicht bekannt.

Advertisements

Comments

  1. Habe den Piloten gesehen ( also die Folge 🙂 ), und gefällt mir auch ziemlich gut. Und Kelli Garner ist einfach bezaubernd :), die anderen sind natürlich auch nicht von schlechten Eltern. Auch sind viele interessante Geschichten da angelegt. Also das könnte mir gut gefallen. Das einzige Problem ist, dass die Einschaltquoten nicht so der Bringer sind bisher.

    • Fräulein Frisch says:

      Auch für mich ist Kelli Garner der heimliche Star der Serie.
      Ja, in den USA hatte der Pilot (schönes Wortspiel) noch über 10 Millionen Zuschauer und danach begann der Sinkflug. Mal schauen wie die Serie bei uns läuft.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: