Das Experiment

In den letzten Monaten habe ich mich sehr viel mit gesunder Ernährung, regionalen Zutaten und den Auswirkungen der globalen Massentierhaltung beschäftigt.
Während ich früher schon sehr darauf geachtet habe, regionale Produkte zu kaufen, meide ich nun auch die Wursttheke im Supermarkt komplett und kaufe stattdessen meinen Aufschnitt beim Biobauern aus meiner Region.
Mir hat es das freundliche Paar vom Hof Bluschke angetan. Ihre Tiere werden vom Frühjahr bis zum Spätherbst auf den Weiden gehalten und einige ihrer Jungtiere verbringen diese Zeit sogar auf einer Hallig im Wattenmeer. Ich habe nie viel Fleisch gegessen – doch jetzt wird es zu einer wirklichen Besonderheit. Jedes Mal, wenn ich ein Stück Fleisch oder Schinken von ihnen esse, begegne ich dem ganzen mit sehr viel mehr Respekt und Dankbarkeit. Und es schmeckt in der Tat so viel besser.

Richtig essen

Nun habe ich lange überlegt, welche Ernährungsweise für mich die richtige ist. Vegan kommt für mich nicht in Frage. Rein vegetarisch auch nicht.
Zufällig entdeckte ich letzte Woche in Kopenhagen ein ziemliches cooles Bistro. Da in Kopenhagen eigentlich jedes Restaurant oder Café schick aussieht, war es auf den ersten Blick keine Besonderheit. Mich haben vor allem die frisch gepressten Säfte magisch angezogen. Drinnen stellten wir fest, dass es sich um ein Paleo-Restaurant handelte. (Das Menü hat übrigens Thomas Rode Andersen kreiert, der Chefkoch des Michelin Sterne-Restaurants Kong Hans in Kopenhagen ist.)

Paleo? Was ist denn das?

Ich habe mich lange mit dieser Ernährungsweise auseinander gesetzt. Der Fokus liegt auf Gemüse, Obst, Eiern, Nüssen kombiniert mit Fleisch oder Fisch. Im Grunde genommen ist Paleo die ursprüngliche, die prähistorische Ernährung. Es gibt dazu einige Vorreiter und Websites. Und wie bei allen Ernährungsweisen sind einige dogmatischer und andere weniger streng.
Für mich klingt diese Art der Ernährung ideal. Viel Gemüse, Obst, Nüsse und Eier sowie ab und zu ein Stück Fleisch oder frischen Fisch.

Paleo-Diät

Das Experiment

Ich habe nun beschlossen, zwei Wochen lang meine Ernährung umzustellen. Alle Milch- und Getreideprodukte sowie Hülsenfrüchte fliegen raus. Auch Industriezucker und Fertigprodukte haben auf dem Speiseplan nichts zu suchen.
Ich werde nach wie vor meinen heiß geliebten Espresso am Morgen trinken und wenn es gar nicht anders geht, mir ein Stück Zartbitterschokolade (80%) gönnen.

Ich bin gespannt, welche Veränderungen diese neue Ernährung mit sich bringen und ob ich meinen Carb-Kater, der automatisch einsetzen wird, bekämpfen kann. Außerdem wird es eine große Herausforderung sein, während der Arbeit diese Ernährung, die auf den ersten Blick sehr aufwendig aussieht, durchzuziehen.

Ich werde Euch in den kommenden zwei Wochen über mein Befinden, über Rezepte und Veränderungen informieren. Ob ich in zwei Wochen wohl zum wilden Steinzeitmenschen mutiere? Kleiner Scherz.
Jetzt muss ich erst einmal zu meinem Biobauern und mich mit Früchten und Gemüse eindecken. Quasi Sammeln gehen. Ein Mammut erlege ich heute nicht. Ich gehe lieber angeln…

Fotocredit: Banksy’s Caveman: Flickr

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